Reuters untersuchte, ob der KI-Boom eine Blase oder ein Superzyklus ist

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Blase oder Superzyklus? Der stärkste Volatilitätsausbruch seit Monaten brachte Investoren wieder dazu, über die KI-Blase zu sprechen. Und bei Reuters versuchte man, dies zu verstehen.

Selbst der Rekordbericht von Nvidia am 20. November hielt die Indizes nicht. Vor dem Hintergrund starker Zahlen der Nachfrage nach Chips gingen die Aktien des Unternehmens und der gesamte Technologiesektor ins Minus. S&P 500 und Nasdaq verloren an einem Tag etwa 1,5-2%. Die ersten Risse in der Rally, die das ganze Jahr über nach oben von Geschichten über künstliche Intelligenz gezogen wurde.

Nach klassischen Indikatoren ist der Markt überhitzt. Der „Buffett-Indikator“ — das Verhältnis der Kapitalisierung amerikanischer Aktien zum BIP der USA — überstieg 200%. Höher als der Höhepunkt des Dotcom-Booms und des Covid-Maximums im Jahr 21. Reuters nennt dies eine „Zone erhöhten Risikos“. Nicht unbedingt ein Zusammenbruch, aber ein Niveau, von dem aus Korrekturen wahrscheinlicher werden.

Die Trajektorie des Nasdaq über 3 Jahre nach der Veröffentlichung von ChatGPT ähnelt seiner Trajektorie nach dem IPO von Netscape 1995. Starkes Wachstum auf Erwartungen einer neuen technologischen Ära.

Aber hier ist die Merkwürdigkeit. In Investorenumfragen liegt der Anteil der „Bullen“ auf durchschnittlichem Niveau und nicht bei überhöhten 70-75%, wie vor dem Zusammenbruch der Dotcoms. Schlussfolgerung von Reuters: wenn dies eine Blase ist, dann in einem frühen Stadium.

Und hier ist der Hauptwiderspruch. Der Chef von Google Sundar Pichai erkennt Elemente von „Irrationalität“ im aktuellen Rennen an und warnt: bei einer geplatzten Blase „wird kein Unternehmen unberührt bleiben“. Und der Leiter von Nvidia Jensen Huang besteht darauf, dass es keine Blase gibt. Angeblich erleben wir nur eine neue Welle industrieller Transformation.

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